Archiv für Januar 2009

Notleidende Banken

Mittwoch, 28. Januar 2009

Kürzlich wurde das Unwort des Jahres 2008 gekürt. Es lautet: „Notleidende Banken“. Jetzt hält die Finanzkrise sogar Einzug in die Sprachwissenschaft und ist somit unbestritten allgegenwärtig. Das Unwort des Jahres stellt eine öffentliche Rüge dar, denn mit dem Begriff „Notleidende Banken“ werde das Ursachen-Folgen-Verhältnis missachtet. Hierbei werden die Banken zu den Opfern verharmlost, was so nicht ganz richtig ist. Nichtsdestotrotz sind sie da: die Finanzkrise und die einsetzende Rezession. Nun müssen die Unternehmen und der Staat möglichst viel intervenieren, um die Folgen für die Volkswirtschaft in Maßen zu halten!

Die Folgen der Finanzkrise werden durch die Starrheit des Arbeitsmarktes verspätet dort anzutreffen sein. Einige Unternehmen haben bereits auf Kurzarbeit umgestellt, um ihre Arbeiter nicht entlassen zu müssen und trotzdem mit den knapperen Finanzmitteln und dem geringeren Absatz haushalten zu können. Eine weitere Möglichkeit auf die beginnende Rezession zu reagieren, ist die Zeitarbeit. Sie ist besser als Arbeitnehmerüberlassung bekannt. Die Idee Arbeitnehmer auf Zeit einzustellen, ist keine neue, denn die ersten Zeitarbeiter wurden schon vor sechzig Jahren in den USA eingesetzt. Die Zeitarbeit stellt eine Beschäftigungsart dar, die sehr flexibel auf die jeweilige Konjunkturlage reagieren kann. Der sonst so starre Arbeitsmarkt wird durch die Flexibilität in Zeiten der Krise belebt, um eine erhöhte Arbeitslosenquote zu verhindern bzw. abzuschwächen. Denn Umsatz zur Deckung von Fixkosten wie beispielsweise Gehälter der Stammmitarbeiter, muss erwirtschaftet werden, was in Zeiten einer Finanzkrise erschwert wird. Da Zeitarbeiter auf der Gehaltsliste der Zeitarbeitsfirma stehen und Kosten für das Einsatzunternehmen nur für die Zeit des Einsatzes entstehen, , sind somit die Fixkosten, die auf das einsetzende Unternehmen zukommen, sehr gut kalkulierbar.

Das deutsche Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, welches die rechtliche Grundlage für die Zeitarbeit liefert, sichert auch den Beschäftigten ab. Alle auf dieser rechtlichen Basis angestellten Mitarbeiter haben einen festen Arbeitsvertrag bei der jeweiligen Zeitarbeitsfirma und sind bei dieser nicht nur auf Projektbasis beschäftigt. Inwiefern sich die Finanzkrise auf die einzelnen Wirtschaftszweige auswirkt oder ob sie dort nur in abgeschwächter Form auftritt, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

Rund um Immobilienfinanzierung

Dienstag, 20. Januar 2009

Die eigenen vier Wände gelten nach wie vor als die sicherste Altersvorsorge, denn Immobilien stellen gerade  in unsicheren Zeiten eine solide Kapitalanlage dar. Nachteilig ist allerdings, dass eine Immobilie fast immer mit geborgtem Geld  erworben wird.

Schickes EigenheimFür die Anschaffung von Häusern und Grundstücken ist eine  Immobilienfinanzierung meist Voraussetzung.  Zur Finanzierung eines Hauses muss  in der Regel sowohl Eigenkapital des Käufers  (beispielsweise  Spar- oder Bankguthaben), als auch Fremdkapital  (in Form von Darlehen von Kreditinstituten) herangezogen werden. Denn die wenigsten Käufer verfügen über die notwendigen Mittel  eine Immobilie direkt zu finanzieren. In der Regel treten Banken oder Sparkassen als Darlehensgeber  für Haus- und Baufinanzierungen auf.  Heutzutage gibt es eine  hohe Anzahl an Instituten, die Immobilienfinanzierungen zu den unterschiedlichsten Konditionen anbieten. Aus diesem Grund lohnt sich ein genauer Vergleich zwischen den einzelnen Anbietern. Eine langjährige Finanzierung durchzurechnen erfordert außerdem Sachkenntnis und Weitsicht.

Aus diesem Grund kann es durchaus sinnvoll sein, hier einen unabhängigen Finanzberater zu Rate zu ziehen. Denn Immobilienkredite sind alles andere als standardisierte Produkte. Die individuelle Situation des Kreditnehmers ist maßgeblich für die Form der Finanzierung. Und wer sich auf ein unpassendes Kreditangebot einlässt, riskiert,  sein Haus oder Grundstück am Ende nicht abzahlen zu können.

Schmuckes HäuschenDie klassische Form der Immobilienfinanzierung ist das Annuitätendarlehen oder auch Hypothekendarlehen. Es zeichnet sich durch eine lange Laufzeit aus und die monatliche Belastung bleibt während der kompletten Darlehenslaufzeit gleich. Eine weitere Finanzierungsform ist das Bauspardarlehen, bei welchem  eine Gemeinschaft aus Kreditnehmern und Ansparern günstige Darlehenszinsen ermöglicht.
Die jeweiligen Zinskonditionen sind abhängig von der Höhe des Kredites  sowie von der Laufzeit. Grundsätzlich gilt: Je geringer der Eigenkapitalanteil, desto höher die Zinsen. Ein gewisses Sparguthaben sollte also zur Verfügung stehen, bevor ein Kredit aufgenommen wird. Generell ist  hier ein Eigenkapitalanteil  von ca. 20% angebracht.

Fazit:
Egal welche Finanzierungsform man letztendlich wählt:  Momentan stehen die Vorzeichen günstig für den Erwerb von Grundeigentum.  Häuslebauer  und Immobilienkäufer können von der  aktuellen Krise an den Finanzmärkten profitieren. Durch den Kursverfall an den Börsen sinkt der europäische Leitzins und damit auch die Zinsen für  Bau- und Immobilienfinanzierungen. Mit dem richtigen Darlehen steht also dem  Einzug ins neue Eigenheim bald nichts mehr im Wege.

Weiterführende Informationen zu den wichtigsten Begriffen:

Begriffe Immobilienfinanzierung

Bildnachweise:
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