Altersvorsorge & Rente – worauf achten?
Freitag, 20. Februar 2009Die Rente ist ein Thema, über welches sich – besser früher als später – jeder Gedanken machen sollte. Lässt eine gesicherte Altersvorsorge einen doch viel beruhigter dem Rentenalter entgegenblicken. Sich dabei aber nur auf staatliche Absicherung zu verlassen ist schon lange keine gute Idee mehr, denn der Staat zieht sich immer mehr aus der Rentenverantwortung und den Sozialsystemen zurück.
Leistungen werden gekürzt und immer häufiger gibt es statt Rentenerhöhungen nur Nullrunden. Das komplette deutsche Sozial- und Rentensystem sieht auf lange Sicht einer sehr unsicheren Zukunft entgegen, während die Lebenserwartung der Deutschen weiter zunimmt und immer weniger Kinder geboren werden.
Aus diesen Gründen ist es ratsam, beizeiten selbst aktiv zu werden um die staatliche Versorgungslücke zu schließen.
Das Renteneintrittsalter steigt demnächst auf 67 Jahre und ein heute 20 – 40 Jähriger kann höchstwahrscheinlich erst mit 70 eine Rente erwarten, welche dann maximal 30% bis 40% des letzten Netto-Einkommens betragen wird.
Die einzige Möglichkeit auch im Alter seinen gewohnten Lebensstandard zu erhalten, besteht deshalb darin, sich selbst ein Versorgungs- und Vorsorgevermögen über einen längeren Zeitraum anzusparen.
Möglichkeiten der selbstständigen Vorsorge gibt es diverse: Immobilien, Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Investmentfonds oder Versicherungen sind nur einige Beispiele. Zu jeder Möglichkeit sollte man sich einmal konkret beraten und prüfen lassen, was zur individuellen Vermögenssituation am Besten passt.
Da auch der Staat die Schwierigkeiten der aktuellen Situation erkennt, fördert er die private Altersvorsorge durch Zuschüsse und Steuervorteile:
Die Riester-Rente zum Beispiel ist für fast jeden sozialversicherungspflichtigen Angestellten bzw. Arbeiter eine sehr interessante Möglichkeit sich im Alter abzusichern. Man erhält jährlich Festzuschüsse, welche zusammen mit dem Eigenbeitrag eine spätere, private und lebenslange Zusatzrente finanzieren. Die staatliche Förderung liegt durchschnittlich bei 30% pro Jahr. Zusätzlich kann man eine deutliche Steuerentlastung erhalten.
Eine andere staatlich bezuschusste Form ist die sogenannte Rürup-Rente.
Entgegen der Riester-Rente bekommt man bei der Rürup-Rente keine Festzuschüsse. Die Förderung zeigt sich an Hand von deutlichen Steuerrückerstattungen. Besonders für Selbstständige ist die Rürup-Rente daher interessant.
Fazit:
Es existiert eine große Palette an Sparformen, Versicherungen und Geldanlagemöglichkeiten mit oder ohne staatliche Förderung. Bevor man sich für eine spezielle Vorsorgemöglichkeit entscheidet, sollte man in jedem Fall einen kompetenten Berater zu Rate ziehen. Denn die sich bietenden Möglichkeiten sind vielfältig und für einen Laien meist kaum zu überblicken. Ein Berater kann helfen, die optimale Vorsorgeform (die gegebenenfalls auch eine Kombination aus verschiedenen Vorsorgemodellen sein kann) zu finden.
Linktipp:
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