Archiv für die Kategorie ‘Arbeitsmarkt’

Das komplexe und ambivalente Thema Zeitarbeit

Donnerstag, 18. November 2010

Was bedeutet Zeitarbeit eigentlich? Wie ist die Gesetzeslage? Welche Rechten und Pflichten haben  Angestellte? Für Menschen, die sich den Wechsel zu einer Zeitarbeitsfirma überlegen, ist es hilfreich, sich vorab zu informieren. Es gibt inzwischen entsprechende Blogs im Internet, die sachlich und neutral an das Thema herangehen, um vorurteilsfrei und umfassend alle Fragen zur Thematik beantworten, seien es die gesetzlichen Grundlagen oder die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Was Zeitarbeit wirklich bedeutet, ist häufig nicht genau bekannt. Da aber gerade in wirtschaftlich schwierigen Phasen dieses Thema immer wieder zur Sprache kommt, ist eine genauere Klärung des Begriffs notwendig. Im Grunde genommen bedeutet Zeitarbeit, dass der Arbeitnehmer nicht direkt in der Firma angestellt ist, in der er beschäftigt wird (bspw. in der Gebäudereinigung), sondern bei einer Zeitarbeitsfirma unter Vertrag ist. Diese „verleiht“ ihre Angestellten an Firmen, die z.B. saisonal bedingt einen erhöhten Personalbedarf haben. Der Arbeitnehmer ist formal bei der Zeitarbeitsfirma angestellt, arbeitet aber für ein anderes Unternehmen – daher wird diese Form der Stellenvermittlung auch Arbeitnehmerüberlassung genannt.

Zeitarbeit muss mit einem Image leben, das nicht in allen Fällen seine Berechtigung hat. Für Arbeitgeber bietet die Zeitarbeit den Vorteil des flexiblen Personalbedarfsmanagements und damit der Arbeitsplatzsicherung. Gleichzeitig liegen die Löhne der Leiharbeiter häufig niedriger als die von festangestellten Mitarbeitern. Derzeit arbeiten die Firmen der Branche jedoch an der Imageverbesserung: Im Juni 2010 vereinbarten die Zeitarbeitsfirmen in Deutschland einen Vertrag, der ein tariflich geregeltes Mindesteinkommen für ihre Angestellten von 7,50 Euro (Ost) bzw. 8,19 Euro (West) einführte. Damit kamen sie der Regierung zuvor, die angekündigt hatte, strengere Regeln für die Firmen durchzusetzen.

Die Zeitarbeit ist sicher auch in Zukunft eine Option auf die nicht verzichtet werden kann, da sie entstehende Lücken im Arbeitsmarkt schnell und unkompliziert schließen kann. Auf welcher Tarifbasis sie arbeitet, wird auch in Zukunft von den Beteiligten abhängen, also Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Bundesregierung.

Stellenmarkt für Pflegeberufe, denn: Pflegekräfte braucht das Land

Dienstag, 27. April 2010

Der demografische Wandel der Gesellschaft stellt uns vor neue Herausforderungen. Im Zuge der sogenannten „Überalterung“ gewinnen vor allem die Pflegeberufe stetig an Bedeutung. Bereits jetzt ist der Gesundheitssektor einer der größten Beschäftigungszweige in Deutschland, welcher durch einen konstanten Beschäftigungszuwachs geprägt ist.

Der Begriff „Pflegeberufe“ umfasst ein weites Feld von der Gesundheits- und Krankenpflege über die Gesundheits- und Kinderkrankenpflege bis zur Altenpflege. In diesem Sektor Beschäftigte gehen der Aufgabe nach, Betroffenen insbesondere bei Krankheit und im Alter zur Seite zu stehen. Die Tätigkeit ist daher durch eine besonders starke soziale und menschliche Komponente geprägt. Mehr Wertschätzung und Anerkennung für Pflegeberufe – das fordert aktuell Bundesgesundheitsminister Dr. Rösler und bezieht sich damit vor allem auf die Veränderung der Zusammensetzung der Altersstruktur unserer Gesellschaft und den daraus resultierenden neuen Aufgaben im Bereich der Gesundheit.

Fest steht: Pflegeberufe haben Zukunft! Sie sind examinierte Pflegefachkraft, Kranken- oder Altenpflegehelfer, Heilerziehungspfleger/in oder Krankenschwester, suchen eine feste Anstellung, einen Job als Aushilfe oder einen Praktikumsplatz im Bereich Gesundheit? Für Anbieter und Nachfrager von Pflegedienstleistungen bietet ein seriöses und unabhängiges Pflegeportal die richtige Adresse. Der Pflegedienst Online stellt eine Plattform für Stellenangebote und Stellengesuche aus der Alten- und Krankenpflege bereit – das richtige Stellenangebot für Pflegeberufe finden, nach Bewerbern recherchieren oder kostenlos ein eigenes Inserat veröffentlichen. Weiter lassen sich gute Pflegedienste wie auch qualifizierte Sanitätshäuser in der Umgebung finden, Fachbegriffe aus der Pflege und alles rund um Pflegedienste, Pflegebedürftigkeit und Pflegestufen recherchieren.

Kompetentes Personal finden und Zeit sparen – Personalleasing & Personalvermittlung

Dienstag, 04. August 2009

Die Suche nach kompetentem Personal ist für Unternehmen häufig eine zeit- und kostenaufwändige Angelegenheit. Der klassische Weg bei der Personalsuche wäre das Schalten von Stellenanzeigen, das Nutzen bestehender Kontakte oder eine Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit. Ein durchschlagender Erfolg bleibt bei dieser Vorgehensweise jedoch oft aus.

Besonders bei befristetem Ausfall eigener Mitarbeiter, bei Auftragsspitzen oder bei Bedarf an zusätzlichem Know-how – also immer dann, wenn dringend neues, qualifiziertes Personal benötigt wird – kann die Mitarbeitersuche zu einem nervenaufreibenden Unterfangen werden. Damit sich Geschäftsführung und Personalverantwortliche der Unternehmen auf wichtigere Dinge als die administrativen Tätigkeiten während der Personalsuche konzentrieren können, gibt es jetzt einige Personaldienstleister, die eine Vielzahl von Dienstleistungen rund um den Bereich Personalleasing und Personalvermittlung anbieten.

Die Zusammenarbeit mit einem Personaldienstleister hat für Unternehmen einige Vorteile. Da der Personaldienstleister bei der Personalvermittlung den Kontakt zu Bewerbern herstellt und bereits eine Vorauswahl trifft, müssen sich Unternehmen nur noch mit Bewerbern auseinander setzen, die auch wirklich ihrem Anforderungsprofil entsprechen. Da Personaldienstleister bereits über große Mitarbeiter-Datenbanken mit potenziellen Bewerbern verfügen und diese nur nach passenden Mitarbeitern durchsucht werden müssen, spart dies nicht nur Geld und Nerven, sondern auch viel Zeit.

Doch auch wenn nur Personal für einen bestimmten Zeitraum benötigt wird, sind Personaldienstleister die richtigen Ansprechpartner. Denn neben der Personalvermittlung, gehört auch das Personalleasing zum Angebot eines Personaldienstleisters. Zeitarbeit bedeutet das Bereitstellen von Personal für einen befristeten Zeitraum – die perfekte Lösung für Unternehmen, die kurzfristige Personalknappheit in Zeiten von punktuellen Auftragsspitzen überbrücken müssen. Da Personalreserven teuer sind, kann die eine Kombination von Stamm- und Leasingpersonal eine kostengünstige und flexible Lösung für Unternehmen sein.

Fazit: Ganz gleich ob durch krankheitsbedingten Ausfall neues Personal benötigt wird, oder kurzfristige Personalknappheit überbrückt werden soll, ein Blick auf das Angebot von Dienstleistern aus den Bereichen Personalleasing und Personalvermittlung lohnt sich bestimmt – spart Zeit, schont die Nerven und nicht zuletzt den Geldbeutel des Unternehmens.

Arbeitslos! Und was nun?

Mittwoch, 08. April 2009

Dieser Frage müssen sich immer mehr Menschen stellen. Viele wissen nicht, wie sie mit dieser für sie neuen und ungewohnten Situation umgehen sollen.

Abgesehen von der Möglichkeit Sozialleistungen zu beziehen und/oder sich fortzubilden ist eine systematisch durchgeführte Stellensuche meist unumgänglich für einen erfolgreichen Wiedereinstieg in ein erfülltes (Arbeits-) Leben.

Wer sich nicht auf die Agentur für Arbeit verlassen möchte, muss andere Alternativen in Betracht ziehen, um schnell wieder in den Beruf zu finden. Denn umso länger man ohne Job ist, desto schwerer ist es, einen neuen zu finden. Dieser Beitrag liefert eine Alternative und zeigt deren Vorteile auf.

Selbstverständlich sollte an erster Stelle – auch neben und ergänzend zu anderen Maßnahmen – die private Stellensuche stehen. Diese führt über Stellenanzeigen in Zeitungen über fachspezifische Magazine bis hin zu Online-Job-Portalen. Der Erfolg dieser Methode ist stark davon abhängig, ob glücklicherweise ein adäquates Angebot gefunden wird. Hoher persönlicher Zeitaufwand ist dabei unerlässlich. Allerdings zeigt es auch dem zukünftigen Arbeitgeber, dass man bereit ist, ein hohes Maß an persönlichem Engagement zu erbringen.

Eine sehr empfehlenswerte Alternative ist der Gang zu Personaldienstleistern bzw. -vermittlern. Diese führen eigene Datenbanken über freie Jobs in unterschiedlichen Fachbereichen mit detaillierten Job- und Anforderungsprofilen. Diese Daten werden zum einen aus öffentlichen Stellenanzeigen gespeist, die auch bei der privaten Suche genutzt werden können, zum anderen aber durch feste Partnerschaften zwischen Personaldienstleistern und -vermittlern und deren Unternehmenskunden gewonnen. Letztere sind nicht öffentlich und stehen damit bei der privaten Suche nicht zur Verfügung.

Andersherum können Arbeitssuchende ihre Qualifikationen und beruflichen Vorstellungen und Wünsche individuell bei ihren Disponenten, also ihren Ansprechpartnern bei einem Personaldienstleister, angeben. Darüber hinaus erfolgt i. d. Regel eine individuelle Beratung hinsichtlich weiterer beruflicher Einsatzmöglichkeiten.

Der Personaldisponent kann anhand von Anforderungsprofilen und Angaben der Arbeitssuchenden für jede Stelle den Bewerber ermitteln, dessen Qualifikationen und Ansprüche sich mit den Interessen des Stellenanbieters bestmöglich decken, und ins Gespräch bringen. Somit können zielgerichtet Spezialisten und Fachkräfte in ihrem jeweiligen Berufsfeld untergebracht werden.

Aufgrund der Kenntnisse und zielgerichteten Disposition bzw. Vermittlung bei Personaldienstleistern ist die Erfolgswahrscheinlichkeit wesentlich höher als bei einer Initiativbewerbung auf einen Job, dessen Anforderungsprofil nicht genau bekannt ist.

Viele hochqualifizierte Mitarbeiter wie Ingenieure, Betriebswirte oder technische Einkäufer werden mittlerweile von Zeitarbeitsfirmen eingestellt und für fast das gleiche Gehalt wie ihre Kollegen, die direkt bei großen Firmen wie Siemens, Peugeot oder Airbus beschäftigt sind, an zum Teil sehr namhafte Unternehmen überlassen bzw. zur Einstellung vorgeschlagen.

Fazit: Der Gang zu einem Personaldienstleister lohnt sich auf alle Fälle, da der Service und die Beratung kostenfrei sind, viel Arbeit gespart wird und eine schnelle Rückkehr ins Berufsleben wahrscheinlicher wird. Sollte einem das Angebot eines Personaldienstleisters nicht zusagen, besteht immer die Möglichkeit, dieses abzulehnen und nach anderen Chancen zu suchen.

Weiterbildung, Qualifikation und berufliche Chancen in der modernen Arbeitswelt

Dienstag, 17. Februar 2009

Die Anforderungen in der Berufswelt nehmen ständig zu. Neue Verfahren werden entwickelt und alte Techniken überholt. Um „up to date” und somit auf dem Arbeitsmarkt konkurrenzfähig zu bleiben, muss man sich regelmäßig fortbilden.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich weiterbilden zu lassen, oder auch gänzlich neue Qualifikationen zu erlangen. Viele Unternehmen bieten interne berufliche Weiterbildungen an, oder unterstützen externe Fortbildungsmaßnahmen.

Wenn dies aber nicht der Fall ist und man trotzdem eine Weiterbildung machen möchte, fällt es vielen Menschen schwer, Zeit für eine Weiterbildung zu finden. Es bedarf also Methoden, mit denen man sich trotz Berufstätigkeit weiterbilden kann. Den spärlichen Urlaub, der einem zusteht, möchte man nicht unbedingt mit Fortbildungsmaßnahmen füllen und sich unbezahlten Urlaub für eine Fortbildung zu nehmen ist für die meisten Menschen, die eh schon knapp bei Kasse sind, nicht möglich.

Es gibt zwei renommierte Methoden wie man sich ohne größere finanzielle Ausfälle weiterbilden lassen kann. Es besteht die Möglichkeit eine Fortbildung mit abendlichen Präsenzveranstaltungen, oder per Fernlehrgang, zu belegen.
Bei einer Weiterbildung mit Anwesenheitspflicht wird die Freizeit und Flexibilität des sich fortbildenden erheblich eingeschränkt, da er regelmäßig nach der Arbeit an den Veranstaltungen teilnehmen muss; Ein großer Nachteil auf dem heutigen Arbeitsmarkt, wo, neben beruflichen Qualifikationen, Flexibilität ganz groß geschrieben wird.

Ein Fernstudium hingegen ermöglicht es immer und überall zu lernen. Es kann flexibel auf Änderungen der Arbeitszeiten reagiert werden. Bei Zeit Engpässen kann man die Weiterbildung zurückstellen und ein anderes mal den Stoff nachholen.

Bevor man sich jedoch für eine Weiterbildung neben dem Beruf entscheidet sollte man sich gut informieren in wieweit diese Weiterbildung anerkannt wird und in welchem Rahmen sie zum Beispiel vom Staat gefördert werden kann.

Welche Form der Weiterbildung gewählt wird, muss jeder für sich selber entscheiden, wer allerdings nicht in seiner Flexibilität eingeschränkt werden möchte, kommt um eine Weiterbildung per Fernlehrgang nicht herum.

Zeitarbeit & Personalvermittlung …

Montag, 09. Februar 2009

… in der Wirtschaftskrise

Leiharbeiter werden zwar in schlechten Zeiten häufig als erste entlassen, aber trotzdem kann das Konzept der Zeitarbeit auch während der Wirtschaftskrise überzeugen und dient als wichtiger Puffer zwischen Festanstellung und Arbeitslosigkeit.

“Die Wirtschaft wird künftig in schlechten Zeiten eher Zeitarbeiter beschäftigen, als eigenes Personal anzustellen”, prognostizierte der Präsident des Bundesverbands Zeitarbeit (BZA), Volker Enkerts, dem “Hamburger Abendblatt”. “In dieser Pufferfunktion liegt unsere große Chance. Wir werden zunehmend als Kriseninstrument auf dem Arbeitsmarkt genutzt.

Kommt es während eines Abschwungs zu neuen Aufträgen kann ein Unternehmen durch den Einsatz von Zeitarbeit spontan auf die neue Auftragslage reagieren und somit effektiv und wirtschaftlich arbeiten. Müsste das Unternehmen um den gestiegenen Personalbedarf zu decken, Personal fest anstellen, würde es das Risiko eingehen, bei wieder abflauender Auftragslage unter zu hohen Betriebskosten zu leiden. Durch das Konzept der Personalvermittlung hingegen können die vorhandenen Ressourcen perfekt ausgenutzt und – oftmals mit Hilfe einer kompetenten Personalberatung oder Arbeitsvermittlung – die Arbeitskräfte nach Gebrauch wieder an anderer Stelle eingesetzt werden.

Das Bild des ausbeutenden Riesen der seine Arbeiter zu Dumpinglöhnen für anstrengende, einfache Arbeit ausleiht und selber den Profit einsteckt, wie es noch in vielen Köpfen verankert ist, entspricht nicht mehr der aktuellen Situation der Dienstleister für Personalleasing.

Viele hochqualifizierte Mitarbeiter wie Ingenieure, Betriebswirte oder technische Einkäufer sind mittlerweile von Zeitarbeitsfirmen eingestellt und werden, für dasselbe Gehalt wie ihre festangestellten Kollegen, in große Firmen wie Siemens, Peugeot oder Airbus vermittelt.
Im europäischen Vergleich steht Deutschland allerdings hinten an, was den Einsatz von Zeitarbeitern anbelangt. Während die Quote der Arbeiter, die einen Personalvermittler in Anspruch nehmen, in unseren Nachbarländern zwischen 3 und 5 Prozent beträgt, liegt sie in Deutschland bei circa einem Prozent. Wolfgang Clement, ehemaliger Wirtschafts- und Arbeitsminister, heute Vorsitzender einer Forschungseinrichtung zur Zeitarbeit, erklärte gegenüber der FAZ, dass er sich dafür einsetzen möchte, „dass die Zeitarbeit in Deutschland europäisches Niveau erreicht.“

Notleidende Banken

Mittwoch, 28. Januar 2009

Kürzlich wurde das Unwort des Jahres 2008 gekürt. Es lautet: „Notleidende Banken“. Jetzt hält die Finanzkrise sogar Einzug in die Sprachwissenschaft und ist somit unbestritten allgegenwärtig. Das Unwort des Jahres stellt eine öffentliche Rüge dar, denn mit dem Begriff „Notleidende Banken“ werde das Ursachen-Folgen-Verhältnis missachtet. Hierbei werden die Banken zu den Opfern verharmlost, was so nicht ganz richtig ist. Nichtsdestotrotz sind sie da: die Finanzkrise und die einsetzende Rezession. Nun müssen die Unternehmen und der Staat möglichst viel intervenieren, um die Folgen für die Volkswirtschaft in Maßen zu halten!

Die Folgen der Finanzkrise werden durch die Starrheit des Arbeitsmarktes verspätet dort anzutreffen sein. Einige Unternehmen haben bereits auf Kurzarbeit umgestellt, um ihre Arbeiter nicht entlassen zu müssen und trotzdem mit den knapperen Finanzmitteln und dem geringeren Absatz haushalten zu können. Eine weitere Möglichkeit auf die beginnende Rezession zu reagieren, ist die Zeitarbeit. Sie ist besser als Arbeitnehmerüberlassung bekannt. Die Idee Arbeitnehmer auf Zeit einzustellen, ist keine neue, denn die ersten Zeitarbeiter wurden schon vor sechzig Jahren in den USA eingesetzt. Die Zeitarbeit stellt eine Beschäftigungsart dar, die sehr flexibel auf die jeweilige Konjunkturlage reagieren kann. Der sonst so starre Arbeitsmarkt wird durch die Flexibilität in Zeiten der Krise belebt, um eine erhöhte Arbeitslosenquote zu verhindern bzw. abzuschwächen. Denn Umsatz zur Deckung von Fixkosten wie beispielsweise Gehälter der Stammmitarbeiter, muss erwirtschaftet werden, was in Zeiten einer Finanzkrise erschwert wird. Da Zeitarbeiter auf der Gehaltsliste der Zeitarbeitsfirma stehen und Kosten für das Einsatzunternehmen nur für die Zeit des Einsatzes entstehen, , sind somit die Fixkosten, die auf das einsetzende Unternehmen zukommen, sehr gut kalkulierbar.

Das deutsche Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, welches die rechtliche Grundlage für die Zeitarbeit liefert, sichert auch den Beschäftigten ab. Alle auf dieser rechtlichen Basis angestellten Mitarbeiter haben einen festen Arbeitsvertrag bei der jeweiligen Zeitarbeitsfirma und sind bei dieser nicht nur auf Projektbasis beschäftigt. Inwiefern sich die Finanzkrise auf die einzelnen Wirtschaftszweige auswirkt oder ob sie dort nur in abgeschwächter Form auftritt, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.